Griechenland 2026,  Reisen

Tag 1 – Siga Siga

Der Tag beginnt für uns früh, aber gemütlich. Wir haben genügend Zeit für eine entspannte Dusche, ein kleines Frühstück (Sprich: Kaffee) und um die letzten Dinge für unser Gepäck einzusammeln.

Auch dieses Mal leisten wir uns eine Limousine  zum Flughafen Zürich. Gedanklich sehe ich wieder einen schneidig gekleideten Schofför Fritz mit S-Klasse vor unserer Tür stehen. Irgendwie stimmt dieses Bild dann doch nicht ganz mit der sehr jungen Nicky in ihrem Toyota Avensis überein, die uns kurz vor 8 Uhr abholt. Ich glaube, es liegt am Preisunterscheid…

Hochkonzentriert fährt sie uns durch überraschend wenig Verkehr. Weniger überraschend dann der geringe Andrang bei der Gepäckabgabe und der Sicherheitskontrolle am Flughafen. Wir geniessen ein kleines Frühstück, steigen gemütlich in den Flieger und erreichen 3 Stunden später unser Ziel, Eleftherios Venizelos Athen.

Schon bald ziehen wir unser Gepäck vom Band und spazieren zum Terminal hinaus, wo unser gebuchter Taxifahrer uns kurz darauf aufpickt. Auf der Fahrt in die Stadt keine besonderen Vorkommnisse, ausser dass jemand vor uns in die falsche Gasse der Zahlstation einfährt und beim rückwärts Rausmanövrieren beinahe mit Karacho in unser Taxi donnert. Unser Fahrer stellt mit einer wohldosierten Fanfare aus der Hupe die Ordnung wieder her und kommentiert das Ganze mit den Worten, die das Motto unserer Reise perfekt beschreiben: «Siga Siga!».

«Nume nit z’gschprängt» würden wir dazu sagen, oder zu Deutsch «kein Stress».

30 Minuten später werden wir im angesagten Stadtteil Psirri vor einer graffitibeschmierten Hässlichkeit aus Beton abgeladen. Unsere AirBnB Wirtin nimmt uns vor dem fabrikähnlichen Eingang in Empfang. Ein Minilift fährt uns in den 6. Stock. Feierlich werden wir in unsere Bleibe für die kommenden 3 Nächte geführt – ein hübsches Studio mit Erste-Reihe-Blick auf die Akropolis.

Schnell ist unser Gepäck verstaut und unsere Reiseklamotten durch etwas Bequemeres ausgetauscht. Zeit, die Gegend auszukundschaften.

Psirri ist stark vom Tourismus dominiert. Restaurants, Kleider- und Ramschläden stehen Tür an Tür. Der Publikumsverkehr ist aber überschaubar. Nach einer kleinen Übungsrunde durch die Gassen setzen wir uns in den Hinterhof der hübsch hergerichteten Taverne «Flint» und geniessen ein frühes zNacht. Allerdings nicht, bevor wir feierlich unsere Ankunft mit dem ersten Ouzo quittierten.

Wir beweisen Sitzleder. Beim Verlassen der Taverne sind alle anderen Plätze belegt und es dunkelt langsam ein. Auf der Suche nach einem Supermarkt erleben wir weitere Eindrücke von Psirri, die stellenweise freizeitpark-würdig sind.

Supermärkte im landläufigen Sinn gibt es hier nicht. Dafür sind überall verstreut Mini Markets, die die Grundbedürfnisse decken können. In unserem Fall bedeutet das Wein, Ouzo, Joghurt, Knabberzeugs, ein Sixpack Wasser, ein paar Früchte, etwas Gemüse sowie Oliven. Schwer beladen erreichen wir kurz darauf unsere Bleibe.

Wir geniessen unseren Spitzenplatz auf unserer Terrasse vor der hell erleuchteten Akropolis und killen die restliche Flasche Rotwein, die wir aus dem «Flint» evakuiert hatten.

Gegen 22 Uhr verkriechen wir uns dann in die Heia, widmen der Akropolis unseren Gutenachtkuss und übergeben uns der Nachtruhe.

4 Kommentare

  • Fredy Gerber

    Sali zämme ,
    Das isch e «super Reise-Bricht» g’sii !
    Y hoff , Ihr heiget’s wyterhin toll uf Euerer Reis und wünsch : «vyyyl Vergniege» und gueti Erholig !
    (…bi wider z-rugg in dr› Schwiz – d’Orfita isch no e chli länger in Puerto Escondido blibe …s’gfallt-ere dört halt guet )
    Ganz liebi Grüess vom
    Fredy

    • Patrick

      Sali Fredy, vielä Dank, machä mir. Liebi Grüess und häbet’s guet, au an’d Orfa, Patrick & Lydia.

  • Mami

    Sind die Supermärkte alle pink, oder ist das eure Kamera? Und wie warm ist es da? Wetter dürfte ja etwas sonniger sein, oder? Tschühüüüsss und schönä Sunntig.

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