Griechenland 2026,  Reisen

Tag 12 – Siga Siga

Ein weiterer Morgen beginnt für uns mit herrlichem Sonnenschein, Vogelgezwitscher und einem prachtvollen Blick über das Meer. Frühstück findet wieder auf der Terrasse statt.

Wir planen, heute vornehmlich das Haus und die Terrasse zu geniessen. Es gibt nur einen einzigen, klitzekleinen Ausflug zu unternehmen, der in dieser Gegend beinahe zur Pflicht gehört. Dafür ziehen wir die wärmeren Klamotten an, obwohl für heute 25 Grad Celsius gemeldet werden. Ziel sind die Tropfsteinhöhlen von Diros.

Als wir in Areopoli quasi auf die Kantonsstrasse einbiegen, erblicke ich im Rückspiegel zwei Reisebusse, die scheinbar die selbe Strecke wie wir fahren. Die wollen doch nicht etwa…? Ich ermutige die 3 Zylinder unseres Sanquälo zu etwas mehr Eile. Venga Venga! Aber Siga Siga! Nur so für alle Fälle.

15 Minuten später. Ein paar 100 Meter vor dem Eingang zu den Höhlen befindet sich der Ticketschalter. Das Häuschen ist aber nicht besetzt. So fahren wir weiter zum unteren Parkplatz, in der Annahme, dass vielleicht ausserhalb der Saison die Tickets direkt beim Eingang verkauft werden. Falsch gedacht. Vermutlich war die Bedienung gerade auf einem anderen Häuschen. In gemütlicher Eile fahre ich noch mal zum Ticketschalter hoch und sehe zwei Reisebusse in dessen Parkplatz einbiegen. Vengaaaa! Per Powerslide rase ich seitwärts in die Parklücke, lasse mich mit dem Schwung aus der Tür fallen und komme per Rolle vorwärts vor dem Ticketschalter auf die Füsse – Sekunden, bevor die Reisebusbegleiterin eintrifft. «Two Tickets pleeease.»

Na gut, ganz so dramatisch war es dann doch nicht. Jedenfalls halte ich danach zwei Tickets mit den Nummern 17250 und 17251 in den Händen, als ich wieder zurück zum unteren Parkplatz rolle. Der Einlass erfolgt in Gruppen. Kurz darauf werden wir zusammen mit fünf anderen Besuchern aufgerufen und das Abenteuer beginnt.

Der erste Teil der Tropfsteinhöhle steht unter Wasser. Wir steigen in ein kleines Boot und werden von einem Guide durch die Höhlen zwischen den Tropfsteinen hindurch gerudert.

Die Temperatur drinnen entspricht überraschenderweise jener draussen – wir sind mal wieder zu warm gekleidet. Und wir tragen tatsächlich Schwimmwesten, obwohl die Wassertiefe rein optisch beurteilt kaum ein Meter ist.

Nach 200 Metern steigen wir wieder aus. Der Rest der Höhle ist zu Fuss begehbar. Manche Tropfsteine sind bis zu 2 Millionen Jahre alt. Wir lassen uns Zeit bei der Besichtigung, sodass die anderen Besucher vorauslaufen und wir die Höhlen für uns, bzw. unsere Kameras alleine haben.

Wir sind schon fast am Ausgang, als hinter uns Gegröhle laut wird. Die beiden Reisebusse lieferten eine Ladung Jugendlicher ab, die kein grosses Interesse an den dargebotenen Naturwundern zu haben scheinen. Venga! Der Weg zum Parkplatz führt an der Küste entlang und gibt einen Eindruck von den 500 Metern Strecke, die wir unter dem Berg zurückgelegt haben.

Den Rest des Tages verbringen wir bei herrlichem Sonnenschein auf unserer Terrasse. Lydia bastelt ein leckeres Plättli aus diversen Tavernen-Resten zusammen.

Später gibt es Apéro und zum zNacht den restlichen Sugo Bolognese mit Penne von vorgestern. Bis in den Abend hinein geniessen wir dieses wunderschöne Plätzchen, bevor wir uns wieder zur Nachtruhe betten.

Ein Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert