Tag 14 – Kalamata
Prognosegerecht begrüsst uns ein bedeckter Himmel mit einem kühlen Wind von See her. Das perfekte Rezept um den Tag ein bisschen länger in der Horizontalen zu verbringen. Dazwischen kredenzen wir uns ein kleines Frühstück, das wir mit den begrenzten Mitteln in dieser Suite zubereiten und auf dem Balkon vor einer mittlerweile wieder geräuschvolleren Kulisse zu uns nehmen.
Wir nutzen aber diese Zeit, um unsere nächste Destination inklusive Unterkunft in Planung zu nehmen. Der 1. Mai steht vor der Tür und es scheint, dass das verlängerte Wochenende einen gewissen Einfluss auf die Verfügbarkeit von vernünftigen Behausungen hat. Ausserdem sind wieder Regen sowie kühlere Temperaturen angesagt, so dass der Komfort stärker im Vordergrund steht. Wir entscheiden uns für ein modernes Objekt mit Jacuzzi, welches preislich gerade noch knapp in unser Budget reinpasst.
Es ist schon nach 12 Uhr, als sich die Sonne zeigt und wir uns auf einen kleinen Ausflug in die Altstadt von Kalamata begeben. Der Wind ist immer noch kräftig und kühl und so sind wir auch entsprechend warm gekleidet.
Die Altstadt liegt gute 2 km vom Hafen entfernt. Die Sonne scheint prächtig von einem stahlblauen Himmel herab, und da genügend Häuser im Weg herumstehen, spielt der Wind hier auch keine Rolle mehr. Fazit: wir sind einmal mehr zu warm gekleidet.

Wir wagen einen Blick in die «Kirche der Darstellung des Herrn». Im griechisch-orthodoxen Glauben ist nur die menschliche Stimme zum Gottesdienst zugelassen. Deshalb gibt es keine Orgel. Eine Wand mit Heiligenbildnissen – der Ikonostase – trennt das Kirchenschiff vom Altarraum. Gläubige zünden Kerzen an und verneigen sich vor den Ikonen. Es ist Verehrung, keine Anbetung, begründet durch die Menschwerdung des Wortes Gottes in Gestalt von Jesus Christus. Hier zum Nachlesen.


Hinter der Kirche führt eine Gasse zum Burgfelsen. Der Eintritt kostet einen kleinen Obulus und ist das Erlebnis, abgesehen von der Aussicht über die Stadt, nicht wert.


Wir schlendern noch ein bisschen durch die Gassen und finden in einer Bar namens Flirt! ein Plätzchen für einen Apéro. In dieser Ecke der Stadt konzentrieren sich Bars, Pizza- und Burgerläden für ein eher jüngeres Publikum. Wer hier auf der Suche nach Gault&Millau Sternen ist, liegt eindeutig falsch.

Gleich im Anschluss reiht sich ein Modegeschäft an das andere. Dazwischen immer wieder mal eine kleine Bar oder Taverne. Die meisten Türen sind zu dieser Uhrzeit geschlossen. Ob es am Wochentag oder an der Saison liegt, können wir auf die Schnelle nicht feststellen. Dieser Bereich mündet schliesslich in den King George Platz, den wir schon von gestern kennen. Damit ist unser Ausflug beendet und wir kehren in unsere Suite für eine ausgedehnte Siesta zurück.

Frisch geduscht und ausgehfertig gekleidet begeben wir uns in die Taverne To Limeni am Yachthafen. Die Terrasse ist gut vom Wind geschützt und die Temperaturen sind dadurch sehr angenehm. Man zeigt uns stolz den Fang des Tages in einer Kühlbox. Wir entscheiden uns für einen 1 Kg schweren Red Porgy, zu deutsch Seebrasse.

So geniessen wir ein leckeres, mediterranes zNacht in der passenden, maritimen Umgebung, bevor wir in der Dunkelheit zu unserer Suite zurückspazieren. Gute Nacht.
