Griechenland 2026,  Reisen

Tag 6 – Nafplio

Ein weiterer Traummorgen begrüsst uns in der Bucht von Tolo. Die Verlängerung unserer Buchung tut gut, so dass wir den heutigen Tag wieder entspannt angehen können.

Unser heutiger Ausflug führt uns in die Hafenstadt Nafplio. Einst war sie Hauptstadt von Griechenland, nachdem die osmanischen Besatzer erfolgreich rausgeworfen wurden. Heute wird sie regelmäßig von abertausenden von Touristen besetzt, was wir noch herausfinden werden.

Die Fahrt dauert nur 20 Minuten. Unsere Quatscha parken wir unter der südlichen Stadtmauer und begeben uns zu Fuss auf der Uferpromenade zum Zentrum der Altstadt.

Gewaltige Privatyachten liegen vor Anker oder an den Anlegestellen im Hafen. Es wären würdige Alternativen für unsere «Moonlight». Doch dann fällt uns ein, dass diese gar nicht in unseren Liegeplatz am Neuenburgersee reinpassen würden.

In der Altstadt ist wenig los. Aber die schiere Anzahl an Tavernen, Frühstücksbars, Hotels sowie allerlei Mode- und Schmuckläden lässt erahnen, was hier im Sommer für ein üppiger Auflauf von Touristen zu erwarten ist. Mit ihren zahlreichen Gässchen und dem marmorbelegten Hauptplatz ist sie auch ein echter Hingucker.

Viele Tavernen sind zu dieser Jahreszeit geschlossen oder öffnen erst um 13 Uhr. Unserem Hunger ist das egal. Um die ganz offensichtlichen Touristenfallen am Hafen machen wir einen grossen Bogen. Die übrigen, geöffneten Optionen fallen aufgrund ihrer äusseren Erscheinung oder der Bewertung bei Google nicht näher in Betracht. In der Zwischenzeit hat auch der Wind merklich aufgefrischt und so fallen viele Tavernen in den Längsgassen wegen Zugluft ebenfalls weg. So wählen wir der Not gehorchend eine kleine Frühstücksbar in einer Seitengasse aus. Die Auswahl ist auch hier nicht weniger touristisch, aber wenigstens kriegen wir etwas Sonne ab und es ist nicht so windig. Und unserem Hunger ist es auch irgendwie egal.

Die Besichtigung schliesst auf dem Hügel der Altstadt ab, von wo man noch einmal einen schönen Blick über die Dächer, den Hafen, die Bucht hat… und eine Kolonne von Reisebussen, die für eine kleine Mini-Invasion anrückt – nichts wie weg!

Eine Strasse führt rückseitig zum Parkplatz und schliesst einen perfekten Rundgang ab. Von hier aus könnten wir die 999 Stufen zur Festung auf dem Hausberg gleich nebenan erklimmen. Sollten wir…? Nein, nichts wie weg!

Dafür fahren wir auf einen Spaziergang zur benachbarten Karathona Beach,  einer weitläufigen Bilderbuch-Bucht an glasklarem Wasser. Natürlich weht auch hier der kräftige, kalte Wind und wir brechen die Übung nach wenigen Minuten ab.

Auf der Rückfahrt nach Tolo machen wir an einem modernen Supermarkt Halt für Einkäufe. Von irgendwoher muss der Nachschub für unsere Apéros und zMorge ja kommen und die Auswahl ist hier üppiger als in den Mini Markets.

Zuhause gibt es windbedingt wieder ein halb drinnen / halb draussen Apéro. Ausserdem planen wir unsere nächste Destination. Das Wetter wird die nächsten Tage nass, kühl und windig sein. Für die Auswahl der nächsten Unterkunft legen wir den Fokus daher stark auf Komfort, um unsere Ferien auch zeitweise im Pyjama geniessen zu können.

Abends spazieren wir noch einmal in die Taverne Mourmourakis direkt am Strand. Das Wirtepaar freut sich, uns wieder zu sehen. Heute probieren wir das 600-grämmige Ribeye-Steak vom Grill aus. Geliefert wird ein beachtliches Tomahawk Steak. Auf mediterrane Art, d.h. eher well done als medium. Wir hatten nicht daran gedacht, die Garstufe zu erwähnen. Dennoch ist es seinen Preis von 22 Euro mehr als wert haha. Zum Nachtisch gibt es Ekmek Kadaifi, ein griechisches Schichtdessert mit einem Nussboden, Crème und Kadaifi-Teigfäden. Lecker.

Derart präpariert ziehen wir uns bald in die Heia zurück, um für die morgige Strecke topfit zu sein.

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